
06.12.2008 / Hattingen / waz hattingen
Massen-Auflauf
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Von Heiner Wilms
400 Judoka sorgen für Hochbetrieb in der Halle an der Talstraße. "Mehr geht wirklich nicht", sagt auch Turnier-Organisatorin Angela Andree. Judo-Club am Ende wieder auf Platz fünf
JUDO MIXED-TURNIER Mehr geht nicht: 20 Judo-Mannschaften waren bei der 14. Auflage des Mixed-Turniers des 1. JJJC Hattingen dabei. 20 Mannschaften sind gleichbedeutend mit 400 Kämpfern. Die Halle an der Talstraße war also fast bis zum Bersten gefüllt. "Nein, mehr geht wirklich nicht", sagt Turnier-Organisatorin Angela Andree. "Wir stoßen langsam an unsere Grenzen." Das Hattinger Turnier ist ein ganz und gar ungewöhnliches. Denn zu einer Mannschaft gehören sowohl Männer als auch Frauen. Sie kämpfen dann nicht gegeneinander, sondern miteinander in einem Team und in elf Gewichtsklassen. "Ich denke, so etwas gibt es in ganz Deutschland nicht noch einmal", sagt Angela Andree, die auch so etwas wie die geistige Mutter dieser Veranstaltung ist. "Ich wollte ein etwas anderes Turnier", sagt sie. "Wenn man im Judo-Sport etwas älter wird, dann nimmt man ja nur noch selten an Wettkämpfen teil. Dann begnügt man sich meist mit den Trainingsstunden. Und das muss ja nicht sein." Und warum Männer und Frauen gemeinsam in einem Team? "Jeder Judo-Verein besteht aus Männern und Frauen", sagt Angela Andree. "Männer und Frauen trainieren auch gemeinsam. Warum sollen sie dann nicht gemeinsam kämpfen?" Ein Idee, die ankam. 1995 bat der Hattinger Judo-Club erstmals zu seinem Mixed-Turnier. Fünf Mannschaften waren damals dem Aufruf gefolgt. In den Jahren darauf wuchs die Teilnehmer-Zahl ständig an. Hattingen hatte sich in der Judo-Szene einen Namen gemacht. "Da lief sicher auch einiges über Mund-Propaganda", sagt Angela Andree. "Und wer einmal kommt, der ist auch meist im nächsten Jahr wieder dabei." Man kennt sich also inzwischen. In der Judo-Szene geht es recht familiär zu, und viele Vereine nutzen die Veranstaltung zu einem längeren Abstecher nach Hattingen. So reiste der Judo-Club aus dem holländischen Den Helder, der im vergangenen Jahr gewann, schon einen Tag vor dem Turnier an. "Abends sind wir dann noch auf den Weihnachtsmarkt gegangen", sagt Angela Andree. "Das gehört irgendwie dazu." Zu Platz eins hat es für die holländischen Gastkämpfer diesmal nicht gereicht. Gemeinsam mit der KG Aachen belegten sie Rang drei. Sieger wurde die KG 1. JC Mönchengladbach/PSV Duisburg vor der KG Münster. Und der Judo-Club Hattingen? Der bildete eine Kampfgemeinschaft mit dem Judo-Team Holten und wurde wie im Vorjahr Fünfter. Der Traum vom Sieg hat sich also wieder nicht erfüllt. Bestes Ergebnis war bisher Platz zwei. Aber als Ausrichter muss man ja auch nicht unbedingt gewinnen. Dann wäre man ja ein schlechter Gastgeber. Oder? " Nein, so ist das nicht", sagt Angela Andree. "Einmal darf man." waz hattingen
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Danke an Angela Andree für die Zusendung der Fotos
judo-NRW