Am vergangenen Wochenende durfte der Judoclub Bushido Westerholt e.V. eine wahre Judo-Größe aus Japan in der Halle an der Kuhstr. begrüßen. Shiro Yamamoto Sensei, 8. DAN und seines Zeichens Cheftrainer im berühmten Kodokan (Welt-Judo-Zentrale) in Tokio war zu einem zweitägigen Kata-Seminar nach Westerholt gereist. Und so lockte der Lehrgang Teilnehmer bis hin zum 7. Dan nach Westerholt. Die Eröffnung übernahm der Vorsitzende des JC Bushido, Sascha Schmidt, Grußworte sprach ebenfalls der Präsident des Deutschen Judo-Bundes, Peter Frese, der extra zu diesem Anlass angereist war.
Kata, das ist ein genau vorgeschriebener Bewegungsablauf bei dem es auf viele Feinheiten ankommt. Thema war die Katame-No-Kate, die Form der grundlegenden Bodentechniken.
Aus dem ganzen Land waren Sportler angereist, die weiteste Anreise hatten zwei Judoka aus Dresden, um bei Yamamoto Sensei zu lernen. Schnell wurde klar welche Anforderungen der japanische Meister stellte. Nicht Perfektion forderte er, vielmehr erwartete er dass alle Teilnehmer sich voll uns ganz dem Üben widmeten mit Ernsthaftigkeit und Fleiß!
Und so konnte man bald auf den über 400 Quadratmetern Matte, die von der FBW und befreundeten Vereinen zur Verfügung gestellt wurden, sehen wie die Worte Yamamoto Senseis ihre Wirkung nicht verfehlten. In einer konzentrierten und von Aufmerksamkeit geprägten Atmosphäre wurden die Techniken der Katame-No-Kata von den mehr als 100 Teilnehmern an beiden Tagen geübt.
Was mindestens ebenso wichtig wie die Techniken war, waren die Ansichten und Weisheiten die Yamamoto Sensei allen Teilnehmern mit auf den Weg gab. Er wies auf die Ursprünge des Judo hin und erläuterte in diesem Zusammenhang ein japanisches Sprichwort was übersetzt so viel heißt wie: Wenn Du ein Glas Wasser trinkst, denke auch an den der den Brunnen gegraben hat. Auch wies er in einer Diskussion noch einmal auf die Werte im Judo hin: Respekt, die Verantwortung für den Partner, gegenseitiges Vorankommen und die Erziehung zur Selbstdisziplin seien hier Beispielhaft erwähnt.
Nach der Verabschiedung durch den Vereinsvorsitzenden des JC Bushido, Sascha Schmidt wurde Shiro Yamamoto von den Teilenehmern mit einem donnernden Applaus entlassen.