26.04.2008 / Gelsenkirchen / judo-NRW

Judo geht anders

Wenig tolles Judo gab es beim Kampf der 2. Bundesliga Gelsenkirchen gegen Lübeck zu sehen, dafür aber jede Menge Emotionen und Betrugsvorwürfe.  Zu Beginn waren  beim JC Koriouchi schon nachhaltige  Aufstellungsprobleme durch übergewichtige Athleten  zu verzeichnen, was das Taktikspiel mehr als erschwerte. So hieß der Halbzeitstand dann auch 2:5 für Lübeck und das zumindest bis hier hin verdientermaßen.

Im zweiten Teil der Begegnung kochten dann allerdings die Emotionen der Lübecker ungebührlich wegen eines für Gelsenkirchen gegebenen IPPONS  über.

So musste sich der Kampfrichtertisch die Frage eines Lübecker Kämpfers bieten lassen, was der IPPON den gekostet habe, also wieviel Geld Gelsenkirchen den Kampfrichtern für die Wertung gezahlt hat.  Damit der Peinlichkeiten nicht genug. Auch der Lübecker Trainer war seinen Emotionen nicht mehr ganz Herr und umrundete die Matte in Richtung Kampfbank Gelsenkirchen. Dort gab es dann die Vorwürfe der Schiebung etc., halt das ganze unsportliche Programm. Unter Androhung des Hallenverweises kühlten die Gemüter dann etwas ab.

Ob der IPPON nun ein IPPON war oder nicht, entscheiden allein 3 Kampfrichter und gut ist. Ob es eine Fehlentscheidung war oder nicht, wird an dem Sieg der Lübecker mit 7:6 nichts mehr ändern, aber das Video dazu wird morgen hier zu sehen sein. Schade für die starke Lübecker Mannschaft, dass sie sich als Aufsteiger der 2. Bundesliga nicht im Griff gehabt haben. Irgendwie geht Judo anders.

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